Carretera Austral




Buenas tardes amigos,
kurze IstStandbeschreibung Von den Offleins. Helli sitzt unter einer Weide, zwischen Dickem und Pool, vor dem Dicken machen Muck und Flo Mix mit der Ukulele und der Mundharmonika und auf dem Tisch stehen Trauben, die wir grad geerntet haben. Es ist angenehm warm ab und zu meckert, muht, kräht oder lamat es. Hehe Verzeihung, das ist nicht sehr nett, aber wir sind so sehr froh, dass uns der Sommer wieder hat, dass ihr da kurz dran teilhaben müsst. Ganz konkret sind wir nördlich von Mendoza bei San Juan auf einer Organico Farm. Also back in Argentina. Beim letzten Eintrag fuhren wir ja gerade Fähre und es regnete und weil wir dann keine Lust mehr auf Regen hatten und insgesamt ein großes Wärmebedürfnis bestand sind wir über den nächsten Grenzübergang rübergekachelt, aaaaber soweit sind wir nicht, denn hier kommen nun die gesammelten Bilder der Carretera Austral, viele viele und dazu ein paar Schmankerl.

Nach dem Muck Geburtstag sind wir weiter nach Norden und der Dicke hat komische Geräusche gemacht, also sind wir keinen bekloppten RipiostreckenmittenimNixPass gefahren, sondern nach Bajo Caracoles gekachelt und da ist es genau so wie es klingt, Im großen und ganzen besteht der Ort aus einer Tankstelle, da da jeder tanken muss, wenn man nicht liegen bleiben möchte. Wir haben jedoch dort übernachtet und Flo durfte auf dem Weg zur Dusche ein bisschen was über die Wiedervereinigung berichten, Pedro der Ansprechpartner für alle Belange war sehr gut informiert und hat im Gegenzug etwas über das Gauchotum zum besten gegeben.

Dann ging es weiter über den Chilechicogrenzübergang auf eine der wunderschönsten Strecken, die es überhaupt gibt. Zugegeben, wir waren etwas ausgehungert was Vegetation, die Farbe Grün und Erhebungen in der Landschaft betrifft und dementsprechend überwältigt hat uns die chilenische Seite der Berge. An einem See namens General Carrera entlang schlängelten wir uns bis nach Puerto Guadal und nach jeder Biegung dachten wir, nenene, das kann nicht noch schöner werden. Wurde es aber. Sowohl die Aussicht, als auch unsere nächste Bleibe. Die Alma Verde in Guadal.
Christian hat dort einen ganz besonderen Ort geschaffen und wir haben uns so wohl gefühlt, dass wir sechs Tage geblieben sind. Der Ecocamping ist so durchdacht und hübsch gemacht, dass wir einfach nicht mehr weg konnten. Das Wetter war spitze, ein eigentümliche Hoch hat Temperaturen um die 30 Grad und laue Nächte gebracht, durchaus unüblich für Südchile und alle waren ganz verwirrt und wir, die wir ja vor kurzem noch im Schneetreiben saßen, waren selig.
So haben wir im See gebadet, Am kleinen Wasserfall nebenan geschaukelt, Durch den Rasensprenger geflitzt, eine Mini Wanderung zu den Ziegen gemacht, immer wieder die unfassbare Sicht bewundert, sind ins Baumhaus gekraxelt, haben Bier beim lokalen Cerveza und feines Essen-Markt getrunken, mit Christian, der praktischerweise Deutsch spricht, da er sich eine Weile in Berlin rumtrieb Über Müllrecycling und Gott und die (Um)Welt geschwatzt und fantastisches Brot gegessen. In Guadal wohnen nämlich Eli, Felix, Johanna und Anton, die vor drei Jahren ebenfalls auf der Alma Verde hängen geblieben sind und nun in Guadal leben Und unter anderem Brot backen. Ach und in Konstanz haben sie studiert. Verrückte kleine Welt. Hannes fütterte jeden Tag die Hühner und wenn wir Hunger hatten marschierten wir einfach in den Gemüsegarten und ernteten Möhren, Salat und Bohnen. Das war schon ziemlich nah dran am Paradies.

Dann war da plötzlich ein Schaf und als wir wieder kamen vom See war da kein Schaf mehr und am nächsten Tag war der Geburtstag von Christians Schwester und es gab ein großes Fest mit Grillerei. Aber anders als wir das so kennen. Bis jetzt machen wir ja bei den ganzen Grillsachen nicht mit, weil hier einfach völlig übertrieben immer und überall abartig viel Fleisch verkohlt wird und wir da keinen Bock drauf haben. Beim Schaf haben wir probiert und es hat gut geschmeckt und vorallem der Hannes fand es lecker. Kennt er ja nicht so wirklich. Aber an sich sind wir vegetarischer denn je. Und das Fest war sehr fein und gemütlich und es wurde Happy Birthday in allen erdenklichen Sprachen geschmettert.

Als wir uns dann langsam überlegten das Paradies wieder zu verlassen, brannte es auf der Strecke und hinter dem See türmen sich dicke Rauchschwaden und wir blieben noch ein wenig, aber es gibt wirklich schlechtere Orte an denen man wegen Waldbrand bleiben muss. Nochmal, wenn ihr jemals nach Guadal kommt, dann schaut euch mal an, was Christian da gebaut hat. Mit Solar und Trocken Klo und GemüsegartEn und sehr viel Liebe zum Detail und zur Welt
Doch die Carretera Austral rief nach uns und wir hörten auf ihren Ruf Und Hannes redet noch immer von den Löschhelikoptern und der Straßensperrung in die wir dann gerieten. Doch nur für ein paar Stunden und Danach dudelten wir an dieser wildschönen Strecke Im Süden Chiles entlang und campten wild am Fluss und auf verschiedenen Campingplätzen die alle gemeinsam haben, dass die Natur einen umhaut.

Die nächste Stadt war Coyhaique Und auf dem Weg dorthin konnten wir plötzlich nicht mehr schalten. Irgendwie schaffen wir es in die Stadt und einen Kilometer vor dem Camping geht dann gar nichts mehr und Flo repariert mitten auf der Straße Den Kupplungsnehmerzylinder, der hatte sich losgerüttelt, weil wir so fröhlich über Stock und Stein gerumpelt sind. Auf dem Camping entdecken wir dann noch eine gerissene Antriebswellenmanschette und so sind wir im Endeffekt länger in Coyhaique als gewollt und als wir wieder ausbüxen können sind wir sehr froh am Rio Cisnes Dämme bauen und Stockschiffchen fahren lassen zu können.

Und dann sind wir plötzlich am Pazifik. Naja an einem Fjord, aber Salzwasser zählt und machen Strand Sachen Und freuen uns sehr über Bikini und Badehose. Weiter geht es in den Nationalpark Pumalin und wir wandern ein wenig und suchen einen Specht. Und in Chaitén, das vor zehn Jahren traurige Berühmtheit erlangte, weil der gleichnamige Vulkan ausgebrochen ist und alles in Schutt und Asche gelegt hat, Essen wir Kuchen Bei Lotta einer Auswandererin, die ein kleines Café in einem alten Schulbus betreibt und erfahren, wie sehr die Bewohner dafür gekämpft haben, dass ihre Stadt wieder aufgebaut wird. Ein Freilichtmuseum zeigt noch heute die mit Asche und Schwemmgut vollgelaufenen Häuser, die es einfach weggeschwemmt hat.
Auf der Carretera gibt es haufenweise Tramperinnen und wenn der Muck gerade nicht geschlafen hat, haben wir die auch immer eingepackt und eine hat gesagt, das hier unten, Patagonien, sei das Herz Chiles und es ist wirklich ein ganz besonderer Teil der Welt.
Und einer an dem man gerade noch in Badeklamotten irgendwo ins Wasser gehoppst ist und sich im nächsten Moment in der Daunenjacke wiederfindet. Abends wird es kalt und es kann auch durchaus humid sein. Und obwohl es noch so viel zu sehen gab, haben wir dann beschlossen, dass wir nun Nach Argentinien fahren, weil es auf der anderen Seite der Berge trockener und wärmer ist.
Nach einer sehr sehr nassen Fährfahrt durch einen Fjord in den wohl klingenden Ort Hornopiren treffen wir auch endlich ein paar Delfine, die in der Bucht in der wir gewohnt haben zum Frühstück vorbei kamen. Hannes frönte noch seiner Passion und hat am Strand Müll gesammelt und es kam ziemlich viel zusammen, obwohl es auf den ersten Blick gar nicht so übel aussah. Ist ein Thema, das einen eigenen Blogeintrag verdient. Mal sehen wann der kommt. Haben so einige Themen in der Pipeline...

Dann sind wir noch durch ein hübsches Tal gefahren und haben Ukulelt, da machen manche von uns mehr Fortschritte als andere. Und der Hannes hat der Senora vom Camping unser Wörterbuch geschenkt. Sie hat sich gefreut.
 Schließlich sind wir über den Paso Cardenal Samore nach Villa Angostura gefahren und seitdem treiben wir uns in Argentinien rum.
Der Beginn des Blogeintrag stimmt übrigens schon nicht mehr, denn wir sind mittlerweile in Cafayate und gehen gleich ein Weingut anschauen und bisschen Wein und Käse probieren. Beim Schreiben unter der Weide wurden wir Jedoch etwas abgelenkt, denn wir hatten spannende Nachbarn, die Weltrekordreisenden Emil und Liliane Schmid, nun 77 Jahre alt, kamen in ihrem alten Landcruiser vorgefahren und die beiden Reisen seit - Achtung festhalten - 1984 um die Welt. Also jetzt im 35. Jahr. Das ist länger als der Hannes und Helli zusammen alt sind. Und das bedeutet, dass die beiden ein unendlicher Quell an wilden Geschichten sind. So wie manche über die Stadt in der sie leben reden, so klingt es, wenn Emil Begebenheiten aus der ganzen weiten Welt berichtet. Sie kennen sich einfach überall aus. Völlig verrückt. Da musste selbstverständlich gelauscht werden, statt über unsere eigene vergleichsweise schlanke Reise von ein paar Monaten zu schreiben.

Weil uns diese Reise jedoch noch ein wenig zu schlank erscheint und wir noch kein bisschen das Gefühl haben fertig zu sein mit der Reiserei, haben wir beschlossen, noch zu bleiben und weiter nach Kolumbien zu fahren. Wer uns vermisst, der/die hat natürlich sehr recht damit, aber seid gewiss, wir bleiben nicht fort bis wir 77 sind. Voraussichtlich.
So nun müssen wir das derzeit gerne nackig Kind einfangen, bekleiden und zu den Hermanos Domingos schleppen um zu sehen, ob der Wein fein ist.































































































































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