Todavia Montevideo

So, hier sollte nun eigentlich ein großer Nachtrag kommen, denn wir erleben so einiges. Es sollte um mate trinken gehen und ums Kiffen, um ein enorm wichtiges Derby der Fußball Clubs penarol und Nacional und um wildes Trommeln auf den Straßen und um die ottleins mitten drin. 

Aber das muss warten, denn gestern ist der Flo losgezogen, um den Dicken aus dem Hafen zu holen. Hannes und Helli haben aufgeregt zuhause gewartet und sind dann rausgegangen, um eine mango zu kaufen und ein bisschen zu wippen. Nach der streikbedingten Verzögerung klappte die Abwicklung recht gut, Flo flitzte mit den Dokumenten, den Kopien der Dokumente und den Kopien von den Kopien von den Dokumenten von Stelle zu Stelle, sprach spanisch, gab hier und da ein bisschen Geld ab und nachdem das Computersystem des Zolls abgeschmiert ist und wiederbelebt werden musste, durfte er endlich einsteigen und los fahren. Ui, war das schön. Der Plan war noch am selben Tag zu einer nahegelegenen Farm organico zu fahren und dort zwischen Hühnern und Blumenkohl zu wohnen. 

Hannes war gerade dabei bei uns ums Eck die blaue Wippe zu untersuchen, die ist nämlich kaputt und das missfällt ihm schon seit Tagen, als Flo anrief. Er steht auf der Rambla Argentina und nix geht mehr. Es riecht nach Kupplung. Das tat es leider auch schon im Hafen. Offenbar wurde beim Verladen die Kupplung ruiniert, die wir vor Abreise extra noch erneuert hatten. Ist uns unerklärlich, wie man auf so kurzer Strecke so einen Schaden anrichten kann. Hannes kann jetzt sehr laut und deutlich  FUCK sagen. Flo konnte zum Glück noch an die Seite der Straße fahren und Laura und Fede haben einen Abschleppdienst organisiert, der Flo und den Dicken aufgeladen hat. Der hat die beiden dann bei der vw Werkstatt Werner bernheim abgeladen und die wollten sie nicht haben. Kennen das Modell nicht, haben keine Ersatzteile, Auto ist zu hoch.... Stimmt alles, aber Flo hat wohl so verzweifelt gekuckt und sie angefleht uns zu helfen, dass der zuständige Mathias auf seinen Vorschlag einfach die Luft aus den Reifen zu lassen, damit der Dicke durchs Tor passt, eingegangen ist. So wurde es gemacht und nun wartet der Dicke dort darauf, dass er am Montag untersucht wird. Uns ist durchaus elend zu Mute, aber hilft ja nix. Montevideo ist ja glücklicherweise sehr hübsch, also bleiben wir noch eine Weile hier. Müssen jedoch umziehen, da unser Zimmer bei Laura und Fede ab Montag neu vergeben ist. Sie haben uns an Freunde drei Blocks weiter vermittelt, die auch über airbnb vermieten. Mit Katze und Hund, das findet der muck sicher spitze und er vermisst unsere Gastgeber nicht zu sehr, denn mit denen hat er sich gut angefreundet mittlerweile. Er ist Fedes Deutsch Lehrer. Meist sprechen sie darüber wo der Affe ist. Im Bett natürlich. 

Dort befinden wir uns aktuell ebenfalls, machen siesta und später gehen wir nochmal raus, um uns abzulenken und hoffentlich endlich die verdammte Mango zu kaufen, das hat gestern nämlich nicht mehr geklappt. 





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